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Zero Waste Tipps: So geht nachhaltiges Reisen | Unplanned
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Nachhaltig unterwegs!

Unsere Unplanned Zero Waste Travel Tipps.

Obwohl unser Herz blutet, dass Reisen im Moment nicht möglich sind, so erfreuen uns die positiven Nebeneffekte für die Umwelt sehr. In Großstädten verbessert sich die Luftqualität, Venedig freut sich über kristallklares Wasser in den Kanälen und vor der Küste Marseilles sind Wale gesehen worden.

Wir sind als Reiseveranstalter Mitglied der Tourcert-Gemeinde für nachhaltiges Reisen und wurden von Atmosfair für unser 100 % klimaneutrales Reisen ausgezeichnet. Für uns und unsere Kunden vermeiden wir Orte mit Massentourismus und schließen umweltunverträgliche Aktivitäten aus. Wir versuchen damit unseren bestmöglichen Beitrag dazu zu leisten, dass Reisen und Nachhaltigkeit vereinbar sind. 

Und dennoch kommt es auf jeden einzelnen an. Hier sind unsere Tipps, wie auch Ihr möglichst wenig Abfall auf Euren Reisen verursacht und den eigenen Fußabdruck so gering wie möglich haltet.

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Zero Waste Tipps für Abenteurer

Keinen oder kaum Müll zu produzieren bedeutet, immer auch ein wenig Verzicht und weniger Konsum, damit häufig aber auch Entspannung für das Reisebudget. Die wichtigsten kleinen Tipps machen auf die Dauer einen wirklichen Unterschied und werden – einmal etabliert – zur Selbstverständlichkeit. 

1.     Eigene Trinkflasche mitnehmen

Unser erster Tipp ist natürlich ein Klassiker, aber ein wirksamer! Pro Jahr werden in Deutschland 16,4 Milliarden Einweg-Plastikflaschen verbraucht. Das sind 470.000 Tonnen Müll. Wir empfehlen, einmal in eine richtig gute Flasche zu investieren. Unsere Favoriten sind die Flaschen von Klean Kanteen. Das sind schadstofffreie Edelstahlflaschen aus verantwortungsvoller Herstellung. Wir sind Fan der isolierten Flaschen, denn so bleibt Tee im Winter heiß und Wasser im Sommer kalt. Letzteres ist auch ein klarer Vorteil gegenüber der warmen Wasserbrühe, die man am Ende eines Tages in der Plastikflasche mit sich herumträgt. 

 

2.     Coffee-To-Go-Becher im Gepäck haben

Kräutertee und Wasser vertragen sich abwechselnd in der selben Flasche. Kaffee oder schwarzer Tee allerdings, hinterlassen gerne Aromaspuren. Daher packen wir hierfür einen extra Kaffeebecher ein. Einen leckeren Cappuccino von dem kleinen Café neben unserer Ferienunterkunft, können wir so auch auf die Hand zur Sightseeing Tour mitnehmen.

 

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3.     BYO (Bring your own) Snack

Statt auf der Reise häufig mehrmals verpackte Snacks zu konsumieren, bereiten wir uns noch Zuhause Brote mit unserem Lieblingsaufstrich vor. Das ist ein bisschen Back to the roots, denn aus der Kindheit kennen wir das auch. An dieser Stelle muss man sagen, dass unsere Eltern und Großeltern häufig viel weniger Plastik als wir verbrauchen, weil diese seit jeher sparsamer sind und mehr mit wiederverwendbaren Verpackungen arbeiten. Und damit kommen wir auch direkt zu unserem nächsten wirkungsvollen Tipp. 

 

4.     Wiederverwendbare Verpackungen nutzen und Müll vermeiden

Die gute alte Butterbrotdose ist natürlich ebenfalls ein Klassiker. Für alle, die es nervt immer eine Box in der Tasche zu haben, empfehlen wir „reusable Snack Bags“. Die kleinen Taschen haben die perfekte Größe für ein Sandwich oder Brötchen, sind innen beschichtet und sehen auch noch cool aus. Gut funktionieren auch Bienenwachstücher. So können wir auch während der Reise im Café oder beim Bäcker unverpackte Sandwiches auf die Hand kaufen und auf die Tüte verzichten. 

5.     Einen Jutebeutel für alle Fälle

Einen eigenen Beutel dabei zu haben für Einkauf, Tagestouren oder den Strandausflug ist nicht nur nachhaltig, sondern einfach praktisch. Auch wenn wir nur mit einem Handgepäckskoffer reisen, haben wir schnell eine Tasche griffbereit, für alles täglich Notwendige. 

 

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6.     Kosmetika in Reisegrößen abfüllen

Für Frequent Traveler wie uns, macht es einen großen Unterschied auf Hygieneprodukte bzw. Kosmetika in Reisegrößen zu verzichten. In jedem Drogeriemarkt gibt es Behälter für alle möglichen Kosmetikprodukte – egal, ob es Creme, Puder oder Flüssigkeiten sind. Wir füllen unsere Produkte vorher ab. Das spart Kosten, da kleine Größen häufig viel teurer sind, vor allem aber produziert man dadurch natürlich wieder weniger Abfall. Obwohl wir versuchen, dies zu vermeiden, sind wir doch immer mal wieder in einem Hotel, das nach wie vor kleine Amenities im Bad bereitstellt. Auf diese verzichten wir in diesem Fall natürlich auch und benutzen lieber unsere mitgebrachten Produkte. Statt Duschgel und Shampoo sind übrigens auch feste Haarwasch- und Körperseifen Produkte, die den Flüssigkeitenbeutel im Handgepäck bei Flugreisen entspannen und die es oftmals auch unverpackt zu kaufen gibt. 

 

7.     Vorher verpackungsfrei einkaufen

Das Leben in der Großstadt hat manchmal Vorteile, z.B. weil es Angebote wie den Unverpackt Laden gibt, in dem Ihr alle Eure Produkte in eigens mitgebrachte Behältnisse abfüllen könnt. Vielleicht gibt es auch etwas Ähnliches in Eurer Nähe. Bei Utopia findet Ihr eine Aufstellung aller verpackungsfreier Supermärkte.

 

8.     Transparenter Kulturbeutel für das Handgepäck

Ein kleiner Tipp, aber auch einfach sehr praktisch: Schafft Euch einen wiederverwendbaren, transparenten (Kultur-) Beutel für die Handgepäcksflüssigkeiten an. Diese sind zwar meist auch aus Plastik, aber man kann sie im Gegensatz zum Gefrierbeutel jahrelang wiederverwenden. 

 

9.     Sonnenmilch ohne Octinoxat / Oxybenzon

In den vergangenen Jahren sind rund ein Fünftel aller Korallenriffe weltweit gestorben. Neben zu hohen Wassertemperaturen und häufigeren Warmwasserereignissen durch den Klimawandel, sind auch chemische Verschmutzung, u.a. durch UV-Filter aus Sonnencremes und anderen Kosmetikprodukten dafür verantwortlich. Nach dem eincremen sollte man mindestens 30 Minuten warten bevor man ins Wasser geht und zudem Sonnencremes mit den Inhaltstoffen Octinoxat / Oxybenzon vermeiden. Eine Auswahl an Sonnencremes ohne diese Stoffe findet Ihr in diesem Beitrag.

 

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10.  Zero Waste / Zero Plastic Hotels buchen

Und last but not least ist die Auswahl der Unterkunft sehr entscheidend für die Müll-Bilanz Eurer Reise. Viele unserer kleinen, privaten Unterkünfte verzichten auf einzelverpackte Produkte im Bad und am Frühstücksbuffet. 

 

Einige Hotels gehen noch weiter. Gerne möchten wir Euch unseren Partner in Barcelona vorstellen: Das wunderschöne Hotel Casa Bonay. Das Team vom Casa Bonay arbeitet beständig daran, ihre Nachhaltigkeitsstrategie noch weiter zu verbessern. Die Covid-Zeit nutzen sie gerade, um eine Solaranlage auf dem Dach zu installieren. Im gesamten Hotel- und Gastronomiebetrieb wird wiederaufbereitetes Wasser in Glasflaschen angeboten. Neben einer solchen Flasche auf den Zimmern ist die Minibar mit lokalen Produkten bestückt. Unter anderem gibt es einen homemade Cocktail, der komplett aus Produkten besteht, die in-house produziert werden. Ebenso sind auch alle Produkte im Restaurant von lokalen kooperierenden Bauern. Im Vergleich zum Großmarktbezug macht das einen riesen Unterschied beim Verpackungsvolumen. Auch in der Küche wird auf Plastik- bzw. Gefrierbeutel verzichtet und der Abfall wird grundsätzlich zu 100 % recycelt. 

Der nächste Schritt wird eine komplett papierlose Verwaltung sein, die im Moment noch im Detail an ein paar Auflagen hapert. 

 

Unser Tipp also: Guckt Euch Eure Unterkunft ganz genau an. Nach unserer Erfahrung ist der Kern nicht immer irgendwelche Zertifizierungen, die eventuell für den kleinen Bauernhof zu aufwendig und zu schwierig sind, sondern einfach mal nach dem Konzept online suchen oder die Gastgeber kontaktieren.  

Wir hoffen, die Tipps helfen Euch auf Eurem Weg zum Zero Waste Traveling weiter. Und vielleicht reisen wir nach unserer kleinen Travel-Pause alle ein wenig bewusster. 

 

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