Locationscouting: Traumberuf oder Knochenjob?

Locationscout ist so ein richtiger Traumberuf. Zumindest glauben das alle...

Locationscout ist so ein richtiger Traumberuf. Zumindest glauben das alle. Das stimmt wohl irgendwie auch, Urlaub ist so ein Trip dennoch nicht. Damit Ihr Euch vom Blind Booking überraschen lassen könnt und dennoch nicht wirklich blind durch Gassen, Wiesen oder Wälder tapert, recherchieren wir genau vor. Diese Tipps findet Ihr dann in unserem Travelbook, Eurem persönlichen Urlaubsbegleiter. Aber wie läuft nun so ein Scouting-Trip in der Regel ab?

Wir recherchieren schon viel bevor wir uns vor Ort begeben. Lesen Blogs, um die besten Ecken zu finden und kontaktieren Freunde und Kollegen, die sich in der entsprechenden Gegend auskennen oder sogar dort leben für Tipps.  Außerdem erstellen wir eine Liste mit möglichen Unterkünften. Eine schöne, persönliche und in irgendeiner Form besondere Unterkunft ist das erste, was wir finden müssen, denn gut zu schlafen und nette Gastgeber zu haben, ist sowas wie das Herzstück eines Unplanned-Trips. Das kann an einigen Orten gar nicht so einfach sein, weil unser Geschmack nicht unbedingt mit den landestypischen Kategorien konformgeht. Bisher haben wir aber noch immer was gefunden.

Na und dann vor Ort streifen wir durch coole Viertel oder erkunden Landschaften und kleine Ortschaften. Gerade in der Natur ist eine gute Vorbereitung wichtig, damit man gezielt das kleine Dorf und den Landgasthof ansteuert. Dafür lesen wir Blogs oder Reisekolumnen. In Städten lassen wir uns auch einfach mal treiben, sprechen mit Locals und sehen, was uns dabei begegnet. Dabei wird immer viel gegessen. Wir müssen ja probieren.

Auch bei unseren Restaurant- oder Bartipps ist es uns wichtig, dass es herzliche Gastgeber gibt, ein besonderes oder uriges Interior und die Qualität des Essens sollte dann auch noch stimmen. Wir glauben übrigens nicht an Tripadvisor. Gerade die Top Tipps hier sind häufig Restaurants, die einfach groß sind und viele Besucher haben und daher viele Bewertungen bekommen oder noch schlimmer: Restaurants, die auf Gruppen spezialisiert sind. Und da wollen wir Euch nicht hinschicken.

Und dann steuern wir natürlich Sehenswürdigkeiten an. Am liebsten die, die nicht auf der A-Liste jedes Besuchers stehen, denn die findet Ihr ja von selbst. Also auf zum Markt oder in die Hinterhofgalerie. Dabei sind uns auch immer unsere Partner vor Ort behilflich. Die meisten lieben es, uns Tipps in ihrer Heimat zu geben und mögen die Idee der Unplanned Überraschungsreise. Wir probieren dann noch den Kochkurs aus, die Radtour und schauen uns beim SUP-Partner um.

Meist verbringen wir 1-2 Tage an einem Ziel und dann laufen wir uns ganz schön die Füße platt, denn wir schauen uns ja noch weit mehr an, als es ins Travelbook schafft. Es gibt auch frustrierende Stunden, in denen irgendwas Hochgepriesenes nicht hält, was wir erwartet haben, aber auch besonders ertragreiche Tage an denen wir ein verstecktes Juwel nach dem anderen finden und gar nicht erwarten können, Euch dahin zu schicken.


Leider ist Locationscout kein Vollzeitjob und so müssen wir immer wieder zurück an den Schreibtisch, auch natürlich, um das Travelbook zu schreiben und unseren Reiseplanern einen Überblick zu geben, was wir wieder tolles gefunden haben. Und die andere Schattenseite ist, dass man keinen Urlaub mehr ohne die Scouting-Brille verbringen kann. Immer denkt man „das könnte was für unsere Unplanned-Reisenden sein“. Also lasst uns weiterhin wissen, ob wir mit unseren Zielen und Tipps richtig liegen!

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