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Reiseplanerin Jacqueline mag Abenteuerreisen | Unplanned
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Was ist der Unterschied zwischen Urlaub und Reisen, Jacqueline?

Unsere Reiseplanerin verrät, wie sie am liebsten die Welt entdeckt.

Eine Woche Vollpension im 4-Sterne-Hotel in Strandnähe? Das kommt für unsere Reiseplanerin Jacqueline nicht in Frage. Eine Reise muss für sie aufregend und abenteuerlich sein. Spätestens nach einem halben Strandtag bekommt sie Hummeln im Hintern und muss wieder etwas erleben. Welchen Kontinent unsere Kollegin am liebsten bereist und wie sie es schafft, in die jeweilige Kultur einzutauchen, verrät sie in diesem Interview. 

Ihr wollt auch wissen, was Chefreiseplanerin Elli und Reiseplanerin Bella über ihre Reisevorlieben erzählen? Dann klickt gerne auf den jeweiligen Beitrag und lest euch in diese Interviews rein.

Jacqueline, mit deinen Unplanned-Kolleginnen teilst du dir eine große Leidenschaft: das Reisen! Genauer gesagt, das Abenteuerreisen. Wann ging das bei dir los?

Das stimmt! Angefangen hat alles, als ich gerade mein Abi fertig hatte und direkt im Anschluss mit einer Freundin für vier Wochen auf eine InterRail-Reise durch Europa aufgebrochen bin. Wir beide hatten uns im Vorfeld keinen Plan gemacht und sind am ersten Tag einfach direkt ca. 20 Stunden lang mit dem Zug in die Bretagne gefahren. Unser erstes großes Abenteuer begann!

 

Klingt super. Welche Ziele habt ihr währenddessen noch angesteuert?

Insgesamt waren wir viel in Spanien und Portugal unterwegs und wollten ganz am Ende unbedingt noch nach Italien, hatten dann aber nur noch vier Tage Zeit dafür. Zu dem Zeitpunkt waren wir gerade in Granada, Andalusien. Da wir uns das aber fest vorgenommen hatten, setzten wir uns für zwei ganze Tage in den Zug, übernachteten einmal in Madrid im McDonalds und in der zweiten Nacht in Marseille am Bahnhof. Was man eben macht, wenn man jung ist und wenig Geld hat.

 

Was hast du auf dieser Reise gelernt?

Seit dieser Reise weiß ich, was der Unterschied zwischen Urlaub und Reisen ist! 

Urlaub ist für mich, wenn man eine Woche an einem Ort bleibt, sich dort entspannt und im Pool oder Meer baden geht und jeder Tag etwa ähnlich ist. Diese Art von Urlaub mache ich tatsächlich fast nie. Mit Freundinnen war ich 2015 auf einer Finca auf Mallorca – aber an einen anderen klassischen Urlaub wie diesen, kann ich mich kaum erinnern. Beim Urlaub machen habe ich immer Angst, dass mir langweilig wird. Ich kann mich auch schlecht entspannen, wenn ich noch nicht genug von der Gegend gesehen habe und noch nicht die Möglichkeit hatte, in das Land richtig einzutauchen. 

 

Wie unterscheidest du Reisen von Urlaub und wann wird eine Reise zum Abenteuer?

Richtig zu Reisen finde ich viel spannender als Urlaub! Eine Woche ist für mich gefühlt viel zu kurz. Ein Land bzw. eine Destination kann man erst so richtig kennenlernen, wenn man sich vier bis fünf Wochen dafür Zeit nimmt. Vorausgesetzt, das lässt sich mit der Lebenssituation vereinbaren. 

Abenteuer bedeutet für mich, dass nicht alles vorher geplant wurde, sondern man sich eine gewisse Spontaneität bewahrt. Man lässt sich treiben, hört auf Tipps von Einheimischen oder anderen Reisenden und kann so in die jeweilige Kultur und das Land komplett eintauchen. Man versucht nicht alles zu kontrollieren – ein bisschen auch wie bei einem Unplanned-Trip. Wenn man es schafft, sich voll und ganz auf das Land einzulassen, das man bereist, dann ist diese Reise für mich ein Abenteuer. 

Mit Einheimischen kommt man zum Beispiel am besten in Kontakt, wenn man mit dem Zug oder Bus unterwegs ist. Oder natürlich, wenn man ihre Sprache spricht. Daher mag ich vermutlich Südamerika, Andalusien und Madrid so gerne, weil ich Spanisch spreche. So habe ich direkt einen besseren Draht zu den dort lebenden Menschen, da ich in ihrer Muttersprache mit ihnen kommunizieren kann. 

 

Nach der InterRail-Reise, welche Abenteuerreisen hast du noch erlebt?

Vor zwei Jahren bin ich mit meinem Freund in den Semesetrferien den portugiesischen Jakobsweg gewandert. In Porto ging es los und wir sind die insgesamt ca. 250 km bis nach Santiago de Compostela gegangen. Auf dieser Reise haben wir wundervolle Menschen kennengelernt, viel über uns selbst erfahren und ich bin oft über meine Grenzen hinaus gegangen.

 

2019 war ich mit einer Freundin für vier Wochen in Kolumbien unterwegs. Ich bin absoluter Südamerika-Fan. Ich liebe diese Kultur! Wenn ich aktuell eine größere Reise planen könnte, würde ich vermutlich wieder auf diesen schönen Kontinent reisen – auch wenn zum Beispiel Asien noch ein komplett unbeschriebenes Blatt für mich ist. 

 

Cocora-Valley-unplanned-in-kolumbien

Traumziel Kolumbien: Wie war die Reise und wie habt ihr euch dort fortbewegt?

Da es in Südamerika und eben auch in Kolumbien kaum Züge bzw. kein Schienennetz gibt, sind wir innerhalb des Landes eigentlich nur mit Bussen gefahren. Wir haben keine Inlandsflüge in Anspruch genommen, was viele Reisenden tun, denn die Busfahrten können schon sehr lange dauern – teilweise 8-10 Stunden. Da kam einfach der Umweltaspekt ins Gewicht und außerdem finde ich Bus- oder Zugfahren eine viel schönere Art zu reisen. Man nimmt alles ganz anders wahr. Die Reise fühlt sich wirklich wie ein Weg an. 

 

Fliegen ist ja eher wie beamen: Man fliegt los und ein paar Stunden später befindet man sich Tausende Kilometer weit weg. Wenn man mit Bus oder Zug fährt hingegen, erfährt man ein Land im wahrsten Sinne und sieht wie sich die Landschaft verändert. Die Facetten eines Landes und auch die Menschen bekommt man im Flugzeug nicht mit. Gerade in Südamerika fahren die meisten Menschen mit dem Bus. Inlandsflüge beansprucht dort höchstens die Oberschicht.

 

Abgesehen von Südamerika: Welchen Kontinent hast du am meisten bereist?

Am meisten war ich in Europa unterwegs. Und ich liebe es! Wobei meine Südamerikaliebe auch sehr stark ist. Ich könnte mich nicht für einen Kontinent entscheiden. 

 

Welche Orte in Europa liebst du besonders?

Die Algarve in Portugal. Und Andalusien! Da haben wir während der InterRail-Reise viel Zeit verbracht, weil wir einfach nicht wegwollten. Meine absolute Lieblingsstadt in Europa ist aber definitiv Madrid. Hier wohnte ich während meines Studiums ein halbes Jahr lang und würde sofort wieder zurückkehren.

 

Über Madrid hört man Unterschiedliches. Wie hat sich die Stadt in dein Herz geschlichen?

Das Argument, Madrid sei zu groß, kann ich zum Beispiel gar nicht verstehen. Klar, sie gehört zu den größten Metropolen Europas, aber, wenn man sich im Zentrum aufhält, kann man überall hinlaufen. Ich habe damals auf der rechten Seite des Retiroparks gewohnt und die Innenstadt lag auf der linken Seite. Ich konnte von Zuhause überall zu Fuß hinkommen. 

 

Das Lebensgefühl in Madrid – wie auch im Rest Spaniens – ist fantastisch! Die Menschen leben eher in den Straßen, als in ihren Wohnungen. Das liegt natürlich auch daran, dass diese dort meist sehr klein, dunkel und nicht gerade einladend sind. Deshalb spielt sich das ganze Leben auf der Straße ab und das liebe ich. Genau das liebe ich auch an Südamerika sehr: Alles findet draußen statt und die Menschen sind so lebendig! 

 

Warst du schon mal alleine auf Reisen?

Ich wollte das letztes Jahr machen, aber es hat am Ende nicht wirklich geklappt. Nach einem Besuch in Madrid hatte ich mir vorgenommen, mit dem Zug oder Bus zurück nach Deutschland zu fahren. Im Zuge dessen wollte ich mir noch ein paar Destinationen ansehen, zum Beispiel Bilbao und Bordeaux. 

Einen Tag, nachdem ich mit dem Bus nach Bilbao losgefahren war, überlegten sich meine Freunde aus Madrid, mit dem Camper in dieselbe Richtung zu fahren und waren einen Tag später schon dort. Zusammen sind wir dann weiter nach San Sebastian gefahren – mein Plan allein unterwegs zu sein, ging also nicht mehr auf. Nach Bordeaux fuhr ich dann zwar allein weiter, aber ich wurde krank und wollte so schnell wie möglich nach Hause. Denn alleine krank auf Reisen zu sein, macht wirklich keinen Spaß.  

Der Rest der Rückfahrt ging im großen Stil in die Hose: In Paris den Bus verpassen, da kaputte Displays, kein Bargeld für ein neues Busticket (man konnte nur Bar zahlen), Hotel zu teuer und schlussendlich am Bahnhof schlafen … Der ganze Trip war im Endeffekt nicht, wie ich ihn mir vorher vorgestellt hatte. Jetzt kann ich darüber lachen und es als wirkliches Abenteuer einordnen, aber damals fand ich die Situation absolut Nerv tötend.

 

Kannst du deine Reisesehnsucht in deine Arbeit bei Unplanned integrieren? Und wenn ja, wie?

Ja, das kann ich! Intern haben wir mit dem gesamten Team zum Beispiel die sogenannte Location of the week challenge. Da kann jeder seine Lieblingshotels oder -destinationen einfließen lassen oder eben auf die Suche nach neuen, tollen Unterkünften gehen. Das bringt uns auch als Reiseplanungs-Team weiter, da wir unser Portfolio ständig erweitern und so das Angebot für unsere Kunden mit tollen Ideen stetig weiterentwickeln.

Auch die Travelbooks, die wir für unsere Kunden schreiben, sind auch eine gute Möglichkeit, die eigene Sehnsucht ein bisschen zu stillen. 

 

Was wünschst du Unplanned-Abenteurern für ihren Überraschungstrip?

Dass sie auch mal den Mut haben, das Handy auszumachen oder gar in der Unterkunft zu lassen, um sich einfach nur treiben zu lassen, als ob sie Einheimische wären. Vielleicht noch mit unserem Travelbook im Gepäck, damit sie die tollen Spots nicht verpassen. Sie sollen sich in ein Café setzen, die Leute beobachten und voll und ganz in die Situation eintauchen.

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